Nachdem
wir heute nach Porto Recanati geradelt sind, wissen wir wieder etwas besser
Bescheid.
Erstens.
Auch hier wird es um die Mittagszeit ziemlich warm (von Deutschland werden gerade 40 Grad gemeldet). Man muß dann
entweder sehr schnell radeln, um etwas Fahrtwind zu erzeugen oder
sich in den Schatten setzen und ganz, ganz ruhig verhalten.
Zweitens.
Die adriatische Flachküste beginnt ungefähr bei Rimini. Rimini
kommt vermutlich von Remmidemmi, das heißt, jeder Meter Küste ist verkauft und
vermarktet. So geht das 200 Kilometer, dann kommt der Monte Conero,
ein Berg mit UNSEREM Campingplatz, da wird es grün, bewaldet, sehr
steil, wunderbare Badestrände und dann wird es wieder flach und
Remmidemmi setzt sich fort bis sonstwohin, auf jeden Fall bis Porto
Recanati.
Daraus
folgt drittens:
Wir
haben den vermutlich schönsten Campingplatz an der Adria erwischt.
Obwohl der ausgebucht ist, also voll, fühlen wir uns sehr wohl. Der
Campingplatz liegt am Berg, die Stellplätze befinden sich auf
Terrassen und es ist sehr, sehr steil. 100 Höhenmeter bis zum Ort
Sirolo hoch mit 20% Steigung und etwa 60 Höhenmeter hinunter zum
Meer, auch sehr steil.
Der
Campingplatz ist abends laut, irgendwelche Gesangsdarbietungen oder
Kinderbelustigungen ab 21.30 Uhr, aber dann gegen Mitternacht ist
Ruhe. Irgendwie klappt das auch. Und dann um 7 Uhr morgens fangen die
ersten Babys an zu schreien und wie auf Kommando stimmen dann die
Zikaden ein.
Man
gewöhnt sich dran. Rumore e vita! Lärm ist Leben! Wahrscheinlich aber besser übersetzt mit "Geräusch ist Leben".
| Der Strand, da gibt es auch noch ein paar kleine Fischerboote. Im Hintergrund der Monte Conero. |
| Die Uferpromenade |
| Ein altes Industriegebäude am Strand, früher gehörte es Montedison. |
| Nach dem Radausflug, kühler Wind in Sirolo. |
| Blick über den Dorfplatz |
| Jetzt geht`s schon wieder! |
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