Sonntag, 12. Juli 2015

5. Tag Porto Recanati

Nachdem wir heute nach Porto Recanati geradelt sind, wissen wir wieder etwas besser Bescheid.

Erstens. Auch hier wird es um die Mittagszeit ziemlich warm (von Deutschland werden gerade 40 Grad gemeldet). Man muß dann entweder sehr schnell radeln, um etwas Fahrtwind zu erzeugen oder sich in den Schatten setzen und ganz, ganz ruhig verhalten.

Zweitens. Die adriatische Flachküste beginnt ungefähr bei Rimini. Rimini kommt vermutlich von Remmidemmi, das heißt, jeder Meter Küste ist verkauft und vermarktet. So geht das 200 Kilometer, dann kommt der Monte Conero, ein Berg mit UNSEREM Campingplatz, da wird es grün, bewaldet, sehr steil, wunderbare Badestrände und dann wird es wieder flach und Remmidemmi setzt sich fort bis sonstwohin, auf jeden Fall bis Porto Recanati.

Daraus folgt drittens:
Wir haben den vermutlich schönsten Campingplatz an der Adria erwischt. Obwohl der ausgebucht ist, also voll, fühlen wir uns sehr wohl. Der Campingplatz liegt am Berg, die Stellplätze befinden sich auf Terrassen und es ist sehr, sehr steil. 100 Höhenmeter bis zum Ort Sirolo hoch mit 20% Steigung und etwa 60 Höhenmeter hinunter zum Meer, auch sehr steil.

Der Campingplatz ist abends laut, irgendwelche Gesangsdarbietungen oder Kinderbelustigungen ab 21.30 Uhr, aber dann gegen Mitternacht ist Ruhe. Irgendwie klappt das auch. Und dann um 7 Uhr morgens fangen die ersten Babys an zu schreien und wie auf Kommando stimmen dann die Zikaden ein.
Man gewöhnt sich dran. Rumore e vita! Lärm ist Leben! Wahrscheinlich aber besser übersetzt mit "Geräusch ist Leben".

Der Strand, da gibt es auch noch ein paar kleine Fischerboote. Im Hintergrund der Monte Conero.

Die Uferpromenade

Ein altes Industriegebäude am Strand, früher gehörte es Montedison.



Nach dem Radausflug, kühler Wind in Sirolo.

Blick über den Dorfplatz

Jetzt geht`s schon wieder!

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